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Mehr. Zum 100-jährigen Bestehen der Katholischen Frauengemeinschaft Mehr gab es eine Messe mit Bischof Wilfried Theising.


Gut gefüllt war am Samstagnachmittag die Mehrer Pfarrkirche St. Vincentius. Zum 100-jährigen Bestehen der Katholischen Frauengemeinschaft Mehr (kfd) hatten die Teamsprecherinnen eine eindrucksvolle Jubiläumsmesse gestaltet, die von Bischof Wilfried Theising, Dechant Michael Wolf und Vicarius Cooperator Paul Böcker-Schepers zelebriert und musikalisch vom Kirchenchor St. Lambertus-St. Vincentius unter Leitung von Kantor Klaus Lohmann gestaltet wurde.


Abordnungen der Frauengemeinschaften der Nachbargemeinden wohnten dem Gottesdienst bei, der mit der Segnung der Jubiläumskerze und dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder der kfd Mehr begann. Bischof Theising hatte das Evangelium vom Weinstock gewählt und in seiner Predigt
aufgegriffen. „In einer Zeit des Umbruchs, als die katholische Kirche begann wieder Fuß zu fassen, was in einem preußischen Staat gar nicht einfach war, ist hier in Mehr etwas gewachsen. Vereine und Verbände haben sich gebildet vor dem Hintergrund, den Glauben in Gemeinschaft zu leben, wie Gott in der Gemeinschaft lebt.“ In Mehr habe der Weinstock, erst klein und unscheinbar, dann verzweigt, viele Früchte getragen. „Hier wurde der Weinstock gepflegt! Heute können Sie die Früchte ernten“, so der Weihbischof.


Das Anliegen der Frauen wurde in die Gesellschaft hineingetragen, aus einer Gemeinschaft, die ihre Quelle in Jesus Christus weiß. So wünschte er der kfd Mehr, dass der Heilige Geist sie weiterhin erkennen lässt, was ihr Auftrag ist. Ihr das Vermögen schenke, Ideen für Projekte zu entwickeln, den
Mut zu besitzen, in die Gesellschaft hineinzuwirken und nie die Verbindung zum Altar zu verlieren.

 

Nach dem Gottesdienst traf sich die Frauengemeinschaft mit ihren Gästen im Saal Baumann zum gemütlichen Beisammensein. Hier wurde auch die von Ursula Wolters und Maria van Dartel verfasste Chronik verteilt, nachdem Pastor Wolf die Festansprache gehalten und die geladenen Gäste ihre Gratulation ausgesprochen hatten.


Eine Hymne für die kfd


Besonders gut kam die kfd-Hymne an, die mit Gitarren-Begleitung von Norbert Nilkens und Anne Block gemeinsam gesungen wurde. 43 langjährige Mitglieder der kfd-Mehr wurden an diesem Festnachmittag besonders geehrt.
Elisabeth Hanf (der Westen, 30.10.2011)

 

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Verein für brave, gläubige Mütter

Unter diesem Namen wurde die Katholische Frauengemeinschaft Mehr vor 100 Jahren gegründet. Jubiläum wird jetzt gefeiert

 

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Mehr. Wer die Geschichte der Katholischen Frauengemeinschaft Mehr verfolgt, der wird an die vergangenen 100 Jahre der Pfarrgemeinde St. Vincentius erinnert. Zu ihrem Jubiläum, das am Samstag, 29. Oktober, um 14.30 Uhr mit einem Festgottesdienst in unserer Pfarrkirche gefeiert wird und dem sich ein gemütlicher Nachmittag bei Kaffee und Kuchen in die   Gaststätte „Zum Hirsch" Baumann anschließt, hat Ursula Wolters in Zusammenarbeit  mit   Maria van Dartel, Adele Storm, Irmgard Bruns und Margret Flock eine Festschrift veröffentlicht.

 

Gründungstag beurkundet  

Sie beginnt im Jahre 1902 mit der feierlichen Einführung des Pfarrers Dr. Bernhard Liesen in St. Vincentius. Dr. Liesen, der bis 1933 Pastor in Mehr war, lag das Wohl der Pfarrgemeinde sehr am Herzen. Daher führte er die „braven und gläubigen Mütter im Verein Christlicher Mütter zusammen". Als Gründungstag wurde der 31. Oktober 1911 beurkundet. Bis zum Tode im Jahre 1933 war er selbst der Präses des Vereins Christlicher Mütter. Sein Nachfolger Pfarrer Karl Esser übernahm die Pfarre 1933, in einer Zeit, in der die Arbeit und Aufgaben der christlichen Frauen sehr eingeschränkt wurden.
Lange nach Kriegsende wählte der Mütterverein erstmalig eine 1. und 2. Vorsitzende, Adelheid Hengstermann und Maria Spettmann. Aus Dankbarkeit wurde eine Fuß-Wallfahrt nach Marienbaum organisiert. Ausflüge wurden mit einem Lkw mit Hänger unternommen.

Von 1952 bis 1974 war Paul Unland Pastor der Gemeinde und Präses der Frauen. Gerne begleitete der beliebte Pastor sie auf Tages-Ausflügen. Aber ohne „Reise-Segen" und Morgengebet fuhr der Bus nicht ab.

Unter neuer Leitung trafen sich die Frauen im Jahr 1969. Elisabeth Kogelboom wurde zur 1. Vorsitzenden und Otti Teriete zur 2. Vorsitzenden gewählt. Ihnen zur Seite standen Bezirkshelferinnen. In jenem Jahr bildeten die Frauen eine Handarbeitsgruppe unter Leitung von Thea Rohloff. Sie trafen sich zweimal im Monat, strickten, häkelten und stickten bei einem Tässchen Kaffee. Und trugen dazu bei, dass der Basar-Tisch immer reich bestückt war. Die Handarbeits- und Bastelgruppe besteht heute noch und wird von Christel Witting weitergeführt.


Bis 1984 arbeitete das Team Elisabeth Kogelboom und Otti Teriete erfolgreich für die Frauengemeinschaft. Zusammen organisierten sie Ausflüge, den Mütterkaffee, Wallfahrten, Pfarrfeste und Basare.
Im Jahr 1974 hatte Pastor Herman de Vries die Pfarrgemeinde übernommen, bis er im Jahr 1993 schwer erkrankt ins St. Marien-Altenheim nach Haldern zog.
Seinem Wunsch folgend wurde er im Jahr 2004 in Mehr beerdigt.
Im März 1984 wurden Adele Storm und Margret Flock die Leitung der Frauen-gemeinschaft übertragen.
Als Präsiden folgten 1994 Pastor Heinrich Horst, ab 1996 Pastor Josef Wegener. Auch seine Amtszeit in Mehr war von kurzer Dauer. Er ver¬ließ im Juni 2003 die Pfarre.


Ihm folgte Pastor Michael Wolf im Amt als Pastor und Präses der Kfd.
Im Jahr 2005 gab Margret Flock ihren 2. Vorsitz nach 20 Jahren ab. Adele Storm blieb weitere fünf Jahre erste Vorsitzende, Maria van Dartel und Ursel Wolters übernahmen gemeinsam den zweiten Vorsitz. Mit dem Erlös vieler Basare wurden Projekte unterstützt, wie das „Ewige Licht" für die Kirche, die Restaurierung der Vereinsfahne, Spende für die Küche im Pfarrheim und die Aussegnungshalle. Regelmäßige Spenden gehen an notleidende Kinder. Die Kollekte aus der monatlichen Müttermesse geht seit 25 Jahren an das Friedensdorf Oberhausen, an die Kinderkrebshilfe und den Kinderhort von Schwester Fridolina in Namibia.

In der Generalversammlung 2009 wurde Adele Storm von Pastor Wolf nach 25-jähriger Tätigkeit zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Ursula Wolters und Maria van Dartel wurden zu Teamsprecherinnen gewählt, gemeinsam führen sie die Leitungsfunktion bis heute aus. Und bieten ein volles Programm. Viermal jährlich wird zum Frühstück für Jung und Alt eingeladen. Mit Aktivitäten wie Cafeteria, Bastei- und Strickgruppen- und Waffelstand, Suppenküche und Spülküche trägt die Kfd Mehr zum Erfolg der Pfarrfeste und der Weihnachtsmärkte bei.

NRZ, 18.10.2011