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Goldenes Priesterjubiläum

 

NRZ Rees. Norbert Köster und Wolfgang Schulte Berge, diese Namen kennt man in Rees. Denn seit einigen Jahren verleben die beiden Priester gemeinsam ihren Ruhestand in der Stadt. Gemeinsam feierten sie am Sonntag auch ihr Goldenes Priesterjubiläum in St. Mariä Himmelfahrt.

 

Genau am 2. Februar 1960 wurden sie mit 52 anderen Theologen, darunter die Emmericher Pastoren Fritz Leinung und Paul Seesing, in Münster zu Priestern geweiht.

 

Für sie war es zu diesen Zeiten sicher unvorstellbar, dass sie einmal ihr Jubiläum in einer Seelsorgeeinheit begehen würden, die fünf Kirchengemeinden unter dem Dach „St. Irmgardis” beherbergt. Und auch das Wort „Priestermangel” war zur damaligen Zeit unbekannt. Es gibt heute einfach zu wenige junge Männer, die sich berufen fühlen. Daher stand der Festgottesdienst ganz im Zeichen der Werbung für den Priesterberuf. Wolfgang Schulte Berge machte in seiner Predigt deutlich, dass 18 Prozent der Deutschen sich als hoch religiös bezeichnen und etwas in der Welt bewegen möchten. Warum nicht als Priester? "Rufe junge Menschen aus unserer Gemeinde zum Priestertum", hieß es daher in der Fürbitte.

 

Im Kolpinghaus versammelten sich beim anschließenden Empfang Menschen aus allen Kirchengruppen und - gemeinden. Sie wollten ihren beiden Priestern mit ein paar persönlichen Worten und Geschenken ihren Dank aussprechen. Sie empfingen die Goldjubilare mit lang anhaltendem Beifall und verzichteten auf offizielle Ansprachen, weil es dem ausdrücklichen Wunsch der Jubilare entsprach.

 

Der 77-jährige Schulte Berge stammt aus der Nähe von Warendorf und kann aus Krankheitsgründen keine Messe mehr zelebrieren. Sein Amtskollege Norbert Köster (79) hilft noch aus, wo es ihm möglich ist. Auch wenn die Ökumene ruft, berichtet Pfarrer Norbert Stephan, der sich in die Schar der Gratulanten einreihte. Denn beide haben schon einmal an einem Buß- und Bettag eine Gastpredigt in der evangelischen Kirche gehalten.

 

Und die Festlichkeiten gehen weiter: Der gebürtige Halderner Norbert Köster wird am Mittwoch, 10. Februar, um 19 Uhr in seinem Heimatort mit einem Festgottesdienst geehrt. Anschließend findet ein Empfang im Haus Wesendonk statt.