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Anfahrt_1St. Lambertus, Haffen

 

Kirche_Haffen

Erbaut wurde die Kirche im 15. Jahrhundert.
Äußerlich ein schlichter, gotischer Backsteinbau mit einem dreistöckigen Turm, war sie innen reichhaltig bemalt.
Drei Bögen trennen das hohe Hauptschiff vom niedrigeren Nebenschiff. Man weihte diese Kirche dem heiligen Lambertus, einem Maastrichter Bischof aus dem 7. Jahrhundert. Von der Wand über den drei Bögen, blicken in drei Vierergruppen die zwölf Apostel über das Hauptschiff hinweg. Sie wurden im 15. Jahrhundert, wahrscheinlich direkt mit dem Bau der Kirche, gemalt. Als die Kirche jedoch von 1630 bis 1633 protestantisch wurde, verschwanden die Malereien für 200 Jahre hinter einem Kalkanstrich. Unter dem Kalk litten die Gemälde. Als sie 1850 unter der abgekratzten Kalkschicht entdeckt wurden, übermalte man sie 1856 mit Ölfarben. Hierbei bewahrte man jedoch nicht die alten Gemälde, sondern schuf Neues.

 

KreuzigungsgruppeIm Jahr 1883 bemühte man sich um eine weitere Restauration. Es gelang jedoch nur teilweise. einen dritten Versuch unternahm man 1938/39. Auch der 2. Weltkrieg ging nicht spurlos an der Kirche vorüber. Viele Granatsplitter beschädigten die Gemälde. Der im Krieg zerstörte Turm der Kirche wurde mit einem kleinen Dach ausgestattet. Erst im April 1994 erhielt der Turm seine alte Spitze zurück. Zu den besonderen Schätzen der Haffener Kirche zählen noch heute ein Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, spätgotische Skulpturen und eine Monstranz aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, sowie ein Kelch aus dem 13. Jahrhundert.

 

Der hl. Lambertus

 

Der hl. Lambertus wurde 640 n. Chr. geboren und von seinen Eltern dem Bischof Theodard von Maastricht zur Ausbildung gegeben. Nach dessen Ermordung wird er 672 sein Nachfolger, lebt aber, 675 durch den Hausmeier Ebroin vertrieben, 7 Jahre lang verbannt im Kloster Stavelot. Nach seiner Rückkehr nach Maastricht bemühte er sich besonders um die Bekehrung der „heidnischen Toxandren“. Rachsüchtige fränkische Edelinge überfielen und töteten ihn um 706 in seinem Haus. Von da an wird er allgemein als Märtyrer verehrt.

 

Legende

 

InnenansichtAuch in dem bewegten Leben des hl. Lambertus, für dessen Ablauf so oft und grausam gerade Mordtaten bestimmend gewesen sind, bis er selbst einer solchen zum Opfer fiel, hat die Legende manches aufgezeichnet, was den Rand der eigentlichen blutigen Geschehnisse blumenhaft säumt und sein Wesen und seinen Charakter heraushebt in eine uns nahe gehende liebenswürdige Menschlichkeit. Da ist die Geschichte, die uns erklärt, warum ‚Kohlen‘ zu seinen Attributen gehören.

Als Lambertus noch ein Jüngling war, tat er fleißig seinen Dienst am Altar. Nun geschah es einmal, dass er das Rauchfass nicht vorfand, als er dem Priester während der hl. Messe den Weihrauch bringen musste. Um den Ablauf der heiligen Handlung nicht zu stören, barg er geschwind die glühenden Kohlen in seinem Chorhemd und trug sie darin zum Altar.

Und siehe, weder er selbst noch sein Chorhemd wurden verletzt, und das Opfer des Weihrauchs stieg alsbald ungehindert zum Himmel auf.

 

 

Küsterin:
Frau Monika Sommer

 

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