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Gedanken zum Leitbild der kfd

„Leidenschaftlich glauben und leben“!

So heißt das neue Leitbild der kfd. Immer wieder in den letzten zwei Jahren bin ich diesem Satz begegnet. Zunächst habe ich mir wirklich die Frage gestellt: Wie kommen die (da oben) auf gerade diese Formulierung?!
Und – was heißt das für uns hier vor Ort ganz genau. Wie kann ich nach diesem Leitbild arbeiten und dann auch noch für andere Vorbild sein? Fragen über Fragen. So habe ich das getan, was man eben oft tut, wenn einem etwas Neues begegnet. An die Seite legen – und erst mal sacken lassen. Aber ob ich will oder nicht, immer wieder geht mir dieser Satz durch den Kopf und so habe ich mich etwas eingehender mit ihm beschäftigt. Er beginnt mit dem Wort „Leidenschaft“.

Bin ich ein leidenschaftlicher Mensch? Damit meine ich natürlich nicht die romantische Leidenschaft, sondern eher, ob ich wirklich Leidenschaften habe, ob ich mich für Dinge begeistern kann.
Leidenschaftliche Begeisterung macht mich beweglicher. Leidenschaft hat etwas mit der Begegnung mit Menschen zu tun. Irgendwo las ich mal: Durch die Leidenschaft lebt der Mensch! Durch die Vernunft existiert er bloß!

Leidenschaft hat aber auch eine andere, dunkle Seite. Sie wird verbunden mit Trieben, Ungleichgewicht, Unvernünftigkeit. Sie ist schnell entflammt aber auch wieder schnell verlöscht. So beinhalten die verschiedenen Seiten der Leidenschaft einerseits Sehnsucht und Wertschätzung aber auch Skepsis und Furcht.
Das nächste Wort des Leitbildes – glauben -  leidenschaftlich glauben! O je, und das heute in einer Gesellschaft, der es oft nur um die Kultur des Genießens, der sexuellen Leidenschaft geht, da soll ich leidenschaftlichen Einsatz für eine Sache bringen?!
Ich denke an die negativen Ausformungen, an Fanatismus in der Religion, das extreme Bedürfnis nach Sicherheit und Reglementierung.

Es ist nicht einfach mit der Zwiespältigkeit leidenschaftlichen Glaubens umzugehen. Sicher, es gibt Vorbilder in der Bibel z. B. wo von leidenschaftlichen Menschen, die von einem leidenschaftlichen Gott sprechen, die Rede ist. Frauen, die das, was sie von Gott und Jesus verstanden haben, leidenschaftlich ins Leben übersetzen. Denken wir an: Hildegard von Bingen oder viel näher – Mutter Teresa.

Erwartet man so etwas auch von mir? Wie soll die Arbeit in einem Verein aussehen, wo mehr als die Hälfte der Mitglieder das Rentenalter erreicht und überschritten haben?
Wie kaum eine andere Entwicklung wird die demografische Revolution tief greifende Auswirkungen auf alle Bereiche des Lebens haben und für nachhaltige Veränderungen sorgen.
Wie stelle ich es an, junge Frauen für eine Gemeinschaft zu interessieren, der fast nur ältere Frauen angehören? Noch bis vor wenigen Jahren wurde dieses Thema von der Öffentlichkeit kaum beachtet, aber mittlerweile hat es sich zu einem Topthema gemausert.

Alle diese Fragen und Bedenken gehen durch meinen Kopf. Beantworten kann ich die meisten nicht, oder soll ich besser sagen, noch nicht. Eins ist mir aber bei allem Nachdenken über unser Leitbild klar geworden. Es nützt nichts zu lamentieren und den Kopf in den Sand zu stecken, wie man so sagt. Die Devise ist, weiter zu arbeiten, so gut ich es eben vermag. Offen zu bleiben für alle An – Forderungen. Zeigen, dass ich das, was ich glaube auch leben möchte. Wissen – was für einen Reichtum es bedeutet mit Alt und Jung zusammen zu sein und zu arbeiten. Hoffen – das sich viele von unserem Leitbild ansprechen und zum Mitmachen bewegen lassen.

Dorothee Köster

 

 

Ortsgruppe Haffen
Kordula van Bebber

Angela Kalmus
www.haffen-am-rhein.de

 

 

 

Dorothee Köster mit Laudatio verabschiedet

NRZ 06.03.2013

 

Nach 16-jähriger Tätigkeit als Teamsprecherin der Frauengemeinschaft Haffen trat Dorothee Köster auf eigenen Wunsch zurück.Im Zuge der Jahreshauptversammlung stand turnusmäßg die Wahl der Helferinnenrunde auf der Tagesordnung, zeitgleich setzte Dorothee Köster die Anwesenden über ihren Rückzug,offiziell in Kenntnis.

Weil schon im Vorfeld die Helferinnen über diesen Schritt informiert worden waren,war frühzeitig über die Nachfolge nachgedacht worden.

Die Bezirkshelferin Kordula van Bebber und Schriftführerin Angela Kalmus erklärten sich bereit, gemeinsam die Leitung zu übernehmen.Diese Doppelspitze wird für die kommenden vier Jahre die Geschicke der kfd Haffen in ihre Hände nehmen. Mit einer Laudatio verabschiedete das Team ihre Sprecherin Dorothee Köster und die Anwesenden dankten ihr mit lang anhaltendem Applaus.